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Ein historischer Tarifabschluss: einheitlicher Lohn in Ost und West ab Ende 2020

Am 1. Januar 2018 ist ein neuer Lohntarifvertrag in der Gebäudereinigung in Kraft getreten. Damit ist es gelungen, zum 1. Dezember 2020 – genau 30 Jahre nach der deutschen Einheit – eine 100-prozentige Angleichung der Löhne Ost und West für die gewerblich Beschäftigten in der Gebäudereinigung zu erreichen. Die Tarifeinigung kann als historisch bezeichnet werden.

Der Tarifabschluss wurde im November 2017 erzielt – nach einem bislang einzigartigen Verhandlungsmarathon mit sechs Runden.Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hatten sich im Rahmen eines dreijährigen Tarifvertrages darauf geeinigt, die Löhne für die rund 640.000 gewerblich Beschäftigten in der Gebäudereinigung zum Ende des Jahres 2020 in allen acht Lohngruppen für Ost und West anzugleichen. Durch die erstmals dreijährige Laufzeit haben die Betriebe und insbesondere auch die Kunden eine langfristige Planungs- und Rechtssicherheit erlangt.

Lohnlücke zwischen Ost und West wird geschlossen

Die Tarifeinigung kann als historisch bezeichnet werden, weil 30 Jahre nach der Wiedervereinigung die Lohnanpassung Ost/West erreicht wird. Besonderen Respekt verdienen die Innungen und Betriebe im Tarifgebiet Ost – eine Bezeichnung, die es ab 2020 tarifpolitisch nicht mehr geben wird. Es ist eine große Kraftanstrengung für die Betriebe, in nur drei Jahren die Lohnlücke von mehr als zehn Prozent zwischen Ost und West in allen Lohngruppen zu schließen.

Die äußerst zäh und kompliziert verlaufenden Verhandlungen standen mehrfach vor dem Scheitern, da die IG BAU sehr lange an überzogenen und unrealistischen Forderungen von rund 16 Prozent im Westen und 29 Prozent im Osten festhielt. So ist es dem Verhandlungsgeschick der Tarifkommission des BIV zu verdanken, dass am Ende ein tragfähiger Weg zu einem einheitlichen Tariflohn vereinbart werden konnte, der in der Großen Tarifkommission des BIV durch Zustimmung aller Innungen im Gebäudereiniger-Handwerk die uneingeschränkte Anerkennung erhalten hat.

Allgemeinverbindlich für die Lohngruppen 1 und 6

Ein wesentlicher Kern von Tarifvereinbarungen in der Gebäude­reinigung ist die Allgemeinverbindlicherklärung des Mindestlohntarifvertrages für die Lohngruppen 1 und 6. Der entsprechende Antrag wurde unmittelbar nach der Zustimmung der beiden Großen Tarifkommissionen beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales Anfang Dezember 2017 eingereicht. Damit wird ein entscheidender Beitrag zur Stärkung der tariflichen Mindestlöhne im Gebäudereiniger-Handwerk geleistet. Die Löhne, die auch in den kommenden Jahren deutlich über dem aktuellen gesetzlichen Mindestlohn liegen, sind auch eine Wertschätzung der Arbeit der Beschäftigten in der Gebäudereinigung. Seit  1. Januar 2018 betragen die Löhne der Lohngruppe 1 in Westdeutschland 10,30 Euro (ab 1. Januar 2019: 10,56 Euro, ab 1. Januar 2020: 10,80 Euro). In Ostdeutschland sind es 9,55 Euro (ab 1. Januar 2019: 10,05 Euro, ab 1. Januar 2020: 10,55 Euro,  ab 1. Dezember 2020: 10,80 Euro). Die anderen Lohngruppen sind ebenfalls stufenweise angepasst worden. Auch bei den Ausbildungsvergütungen ist mit dem Tarifabschluss ein Zeichen gesetzt worden, um die Attraktivität einer Ausbildung im Gebäudereiniger-Handwerk auch finanziell weiter zu steigern: Erstmals überschreitet die Ausbildungsvergütung in Westdeutschland 2019 im dritten Lehrjahr die 1.000-Euro-Grenze. In Ost­deutschland ist dies im Jahr 2020 der Fall.